Ein stiller Abschied – und die Geschichte dahinter 

Ich war müde. Leer von innen. Still zerbrechend.
Dann, eines Tages, legte mir meine Mutter einen kleinen Stein in die Hand. Und alles begann sich zu verändern.

 

Heute sitze ich in meinem Heimatelier in Freiburg, wo ich seit Jahren jedes einzelne Mondstein-Schmuckstück von Hand fertige, langsam, behutsam, mit stiller Hingabe. Aber meine Reise begann lange, bevor ich je ein Werkzeug in die Hand nahm.

In meinem Atelier in Freiburg – hier entstehen seit Jahren meine stillen Begleiter.

Ich war das stille Mädchen mit steinernen Hosentaschen.

Schon als Kind, in einem kleinen Dorf in Süddeutschland, fühlte ich mich zum Himmel hingezogen – besonders in der Nacht. Nicht nur zu den Sternen, sondern zum Mond. Dieses sanfte Leuchten, das nie das Hellste sein musste, um dennoch gesehen zu werden. Ich lag stundenlang im Garten meiner Großeltern und betrachtete ihn, spürte sein Licht an Orten in mir, die keinen Namen hatten.

 

Ich war empfindsam. Still. Ich fühlte alles tief.
Während die anderen Kinder auf Bäume kletterten und lachten, sammelte ich Steine – kleine Schätze, die mir halfen, mich sicher zu fühlen, wenn die Welt zu laut wurde.

 

Ein stiller Moment aus meiner Kindheit – wo das Sammeln von Steinen Zuflucht bedeutete.

Zuhause sprachen wir nicht viel über Gefühle. Man machte einfach weiter. Stark bleiben.
Aber ich hatte oft Angst – als müsste ich perfekt sein, nur um sicher zu sein.

 

Dieses Gefühl begleitete mich bis ins Erwachsenenleben.
Ich bemerkte immer das, was andere übersahen.
Steine gaben mir Trost, wenn Worte fehlten.

 

In meinen Zwanzigern und Dreißigern tat ich alles „richtig“. Ein sicherer Job. Eine langjährige Beziehung. Ein Leben, das auf dem Papier gut aussah.
Aber innerlich fühlte ich mich entfremdet – als spielte ich eine Rolle in der Geschichte eines anderen.

 

Mit 33 kam der Zusammenbruch.
Emotional erschöpft. Ausgebrannt. Zweifelnd an allem.

 

Meine Eltern merkten es – besonders meine Mutter.
Sie war nie gut mit Worten, aber eines Tages legte sie mir eine kleine Schachtel in die Hände. Darin lag ein Stein, blass und leuchtend wie Mondlicht.

 

Ein Mondstein.

 

„Wir haben ihn in Österreich gesehen“, sagte sie. „Er hat uns an dich erinnert.“

Der Moment, der alles veränderte – ein stilles Geschenk, das Licht brachte.

Ein stiller Neubeginn – getragen von einem Stein, der mich wieder atmen ließ.

Damals wusste ich noch nicht, dass dieser Stein mein Leben verändern würde.

 

In jener Nacht legte ich ihn auf meinen Nachttisch. Zum ersten Mal seit Monaten schlief ich tief. Später trug ich ihn um den Hals – ganz still, nur für mich.
Er wurde zu einer stillen Erinnerung:

 

Langsam zu machen.
Zu atmen.
Mir selbst die Hand zu halten, wenn ich es am meisten brauchte.

 

Als ich seine Bedeutung las, erfuhr ich, dass der Mondstein als Stein der Neuanfänge gilt –
er unterstützt Emotion, Intuition, Wandlung und inneren Frieden.

 

Und genau das brauchte ich.

 

Ich hörte auf, mich reparieren zu wollen.
Ich begann, mich selbst zu verstehen.
Ich erkannte, dass meine Sensibilität kein Makel war –
sondern eine Stärke, der ich nie beigebracht wurde, zu vertrauen.

 

Mit 38 begann ich, kleine Schmuckstücke zu fertigen.
Nicht zum Verkauf. Nur für mich. Für Freundinnen. In den stillen Momenten nach der Arbeit – leise Musik, eine warme Tasse Tee, Mondsteine auf dem Tisch.
Es ging nie ums Geschäft. Es ging ums Atmen.
Um das Zurückfinden zu mir selbst.

 

Mein heiliger Ort – Tee, Mondlicht und Hände, die still erschaffen.

Von Hand gemacht, aus dem Herzen – getragen von Licht und Erinnerung.

Was als privates Ritual begann, wurde langsam zu einer Berufung.
Handgemacht. Von Herzen. Geleitet von Erinnerung und Bedeutung.

 

Eines Tages fertigte ich ein Mondsteinarmband für eine liebe Freundin, die ihr Baby verloren hatte.
Als sie die Schachtel öffnete, weinte sie. Nicht weil es schön war –
sondern weil sie sich gesehen fühlte. Verstanden.

 

Dieser Moment begleitet mich bis heute.

 

Heute bin ich 70. Ich fertige noch immer jedes Stück von Hand in meinem Zuhause in Freiburg. Mein Atelier ist schlicht: ein Holztisch, ein Fenster voller Licht, und ein stilles Notizbuch voller Geschichten wie meiner eigenen.

 

Der Mondstein steht noch immer im Mittelpunkt von allem.

Denn für mich war er nie nur ein Edelstein.

 

Er ist eine Erinnerung.

Daran, dass Heilung leise sein darf.
Dass Sanftheit Kraft ist.
Dass das Licht in uns bleibt
selbst wenn wir vergessen, dass es da ist.

 

Nach vielen stillen, erfüllten Jahren spüre ich: Es ist Zeit, loszulassen.

Ich gehe in den Ruhestand und schließe meinen Shop an diesem Wochenende.

 

Diese Entscheidung treffe ich mit Frieden. Mit Weichheit. Mit tiefer Dankbarkeit.

Ich werde keine neuen Kollektionen mehr schaffen.
Was jetzt noch bleibt, sind die letzten Stücke – stille Begleiter*innen
für alle, die durch ihre eigene dunkle Nacht gegangen sind,
die lernen, wieder nach innen zu hören,
die bereit sind, sich selbst zu erinnern.

 

Diese letzten Stücke sind kein Ende.
Sie sind ein leiser Abschied – jedes einzelne trägt denselben Geist in sich, mit dem alles begann.

Jedes Stück wird gefertigt, um Ruhe, Klarheit und Neubeginn zu unterstützen.

Meine letzten Mondstein-Stücke sind noch bis zum Ende dieses Wochenendes erhältlich.
Danach beende ich meine Arbeit. Jedes Stück ist handgefertigt, herzensnah und mit tiefer Liebe erschaffen.

 

Von Herzen,
Claudia Meissner

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